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Hatun Karpay der Mitte
Reiseroute und Programmablauf
Paucartambo
Beginn: morgens in Cuzco
Ende: spät abends in Cuzco
1. Tag
Am frühen Morgen geht es mit dem Bus von Cuzco nach Paucartambo. Dort angekommen kümmern wir uns zuerst um die Unterkunft - manchmal kann die gesamte Gruppe in einem Privathaus unterkommen und auf dem Boden schlafen, manchmal muss gecampt werden. Sobald die Unterkunft organisiert ist, folgen die Teilnehmer dem Brauch des Festivals. Dieser beginnt in der Kirche am Hauptplatz von Paucartambo, wo jeder seine Kerzen darbringt und sich mit der Jungfrau del Carmen verbindet. Danach beobachten wir das bunte Treiben auf der Straße und übernachten vor Ort.
2. Tag
Dieser Tag ist der Haupttag des Festivals. Die Teilnehmer folgen dem Treiben auf der Straße, der Prozession durch Paucartambo und beobachten die Tänzer. Gegen 12 Uhr essen wir zu Mittag und schließen uns anschließend wieder dem Treiben an. Während einer Pilgerreise wie Paucartambo oder Qoyllurit'i gibt es keinen festen Ablauf - man folgt den Einheimischen und lernt durch seine eigenen Beobachtungen und Wahrnehmungen den tiefen Sinn des jeweiligen Festivals kennen.
3. Tag
In der Frühe fährt die Gruppe nach Tres Cruces in der Nähe von Paucartambo. Dieser Platz befindet sich hoch oben in der letzten Hügelkette der Anden, so dass man von dort aus sogar den Amazonas-Dschungel sehen kann. Dort kann man einen außergewöhnlich schönen Sonnenaufgang beobachten. Anschließend bringt uns der Bus zum Friedhof von Paucartambo, wo wir den Tänzern dabei zusehen, wie sie ihre verstorbenen Mitglieder ehren. Nach dem Mittagessen folgt ein Spektakel, das allgemein als "Die Schlacht" bekannt ist.
Zwei Tänzergruppen kämpfen gegeneinander und bewerfen sich mit Früchten wie beispielsweise Orangen. Diejenigen, die dabei "getötet" werden, holen die Teufel und bringen sie in die Hölle. Alle Besucher des Festival bringen sich bei diesem Spektakel ein und werden Zeugen dieses Kampfes, der im übrigen eine wunderbare Darstellung ist, wie die Bewohner der Anden Gut und Böse sehen, denn: Das Böse trägt farbenfrohe Kleidung, fast wie Joker oder Clowns, um zu unterstreichen, dass die Bewohner dort nicht an die Hölle glauben, sondern diese als nette Unterhaltung betrachten. Nach Ende dieses Kampfes besteigen wir den Bus und kehren nach Cuzco zurück, wo wir die Nacht verbringen.
Anmerkung:
- Wer seinen Schlafsack nicht mitbringen möchte, kann einen für etwa 40,- € mieten (bitte um Mitteilung bei Buchung)
Rückflug/Weiterflug
Am nächsten Tag von Cuzco aus
Qoyllurit'i
Beginn: morgens in Cuzco
Ende: spät abends in Cuzco
1. Tag
Am frühen Morgen geht es mit dem Bus von Cuzco in die Anden Richtung Qoyllurit'i. Am Ende der Straße angekommen beginnen wir die etwa 8 km lange und etwa 2,5-stündige Pilgerreise zum heiligen Platz, an dem das Event stattfindet. Bereits dieser Fußmarsch markiert durch das apachi-Ritual den Beginn dieser spirituellen Reise - jedes Mal, wenn ein Kreuz passiert wird, laden die Teilnehmer einen Stein mit ihrer schweren Energie auf und platzieren diesen am Kreuz. Das letzte Kreuz steht am Eingang des heiligen Geländes, einer weiten und offenen Fläche, einer Art Tal, von wo aus man eine Kirche, eine kleine Kapelle, ein paar Häuser und den weitläufigen Campingplatz setzen kann. Dort angekommen haben Helfer bereits unsere kleine Zeltstadt aufgebaut - Zeit zum Mittagessen.
Nach dem Esssen folgen die Teilnehmer dem Brauch dieses alten Festes. Zunächst gehen sie in die Kirche und treten damit in Verbindung, indem sie Kerzen von sich und ihren Freunden/Bekannten darbringen. Danach können die Teilnehmer ihre zuvor geäußerten Wünsche vor der Kirche spielen. Dieses Spiel beschreibt die Art und Weise, wie Menschen seit Jahrhunderten die Manifestitationskraft ihrer Wünsche umsetzen. Am Nachmittag verfolgen die Teilnehmer das Geschehen des Festival, vor allem die Tänzer in ihrer farbenfrohen Kostümen. Die Nacht verbringen wir in Zelten.
Anmerkungen:
- Den Fußmarsch zum Gipfel muss man nicht auf eigenen Füßen tun - alternativ mann man vor Ort auch eine Fahrt per Motorrad für etwa 10,- € buchen
- Wer seinen Schlafsack nicht mitbringen möchte, kann einen für etwa 40,- € mieten (bitte um Mitteilung bei Buchung)
2. Tag
Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück, danach folgen die Teilnehmer dem Brauch des Festivals, der mit einem Besuch der Kapelle beginnt. Wir folgen den Tänzern und machen schließlich mit ein paar Paqos ein Despacho. Wer möchte, kann danach den Gletscher bis zum schneebedeckten Gipfel besteigen. Am Mittag endet das Festival mit einem großen Gottesdienst. Nach dem anschließenden Mittagessen geht die Grupe zum Bus zurück, der uns spät in der Nacht im Hotel in Cuzco absetzt.
Rückflug/Weiterflug
Am nächsten Tag von Cuzco aus